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Seßlach – das Fachwerk-Juwel

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Die Deutsche Fachwerkstraße ist um ein Kapitel „Franken“ erweitert worden. Mit dabei: das historische Städtchen im Coburger Land. Besonders stark vertreten sind die Haßberge.

Seßlach – Wer die Luitpoldstraße in Seßlach entlang geht, entdeckt eine Phanlanx an Fachwerkhäusern; die ersten stehen bereits unmittelbar am Geiersberger Tor. Fachwerk über Fachwerk auch etwa in der Pfarrgasse und am Maximiliansplatz, auf dem die Lokale „Roter Ochse“ und „Reinwand“ gegenüberliegen. Nicht zu vergessen das Rathaus, auch wenn es da wegen der Farbgebung nach der Sanierung nicht nur Beifall gab. Wenn es um Fachwerk geht, hat die Stadt Außergewöhnliches zu bieten. Das ist jetzt besonders gewürdigt worden: Seßlach ist in die Deutsche Fachwerkstraße aufgenommen worden, ein druckfrisches Faltblatt belegt es.

Handwerkskunst

„Franken – Genuss mit Wein und Bier“ ist die neue Straßenkarte überschrieben, in der neben Seßlach 15 weiteren Orte aus dem fränkischen Raum, darunter Marktzeuln, Ebern, Königsberg und Untermerzbach, zu Ehren kommen. Alles „Juwelen, die jeden Besucher verzaubern“, wie es auf der Karte heißt. Zu Seßlach notierten die Kartenmacher: „Aufwendig restaurierte Fachwerkhäuser zieren die Gassen der Altstadt. Wer genau hinschaut, kann liebevolle Details und aufwendige Handwerkskunst entdecken. Eiserne Rosen, Zopfmuster an den Eckpfosten, Andreaskreuze oder Sandsteinbögen zieren die Häuser innerhalb der Seßlacher Stadtmauer.“

Liebe zum Detail

„Das ist eine große Ehre und freut uns sehr“, sagt Maria Brückner, Seßlachs Tourismus-Chefin, und verweist auf die vielen Hausbesitzer, die ihre Gebäude mit viel Liebe zum Detail herrichten und erhalten. „Genuss mit Bier“ passe zudem perfekt auf Seßlach, nicht nur wegen des Kommunbrauhauses mit dem ansprechenden Haustrunk. Überhaupt finde man in den zahlreichen Lokalen Genuss in vielen Facetten. Die Stadt erhofft sich laut Maria Brückner mit der Aufnahme in die Fachwerk-Straße positive Effekte für den Tourismus.

In Untermerzbach werden die Fachwerkhäuser im fränkisch-thüringischem Stil hervorgehoben, die vom nahen Thüringen beeinflusst sind – eine Besonderheit im östlichen Unterfranken. In Marktzeuln konzentriert sich die Mehrzahl der repräsentativen Fachwerkbauten auf die ehemalige Marktstraße „Am Flecken“, wobei Rathaus und Graitzer Tor besonders auffallen. Bei Königsberg fühlen sich die Verantwortlichen der Fachwerkstraße an ein Märchenbuch aus früheren Tagen erinnert mit all den Fachwerkhäusern, verzierten Haustüren und alten Pflasterstraßen.

3500 Kilometer

Die Deutsche Fachwerkstraße, 1990 von der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte ins Leben gerufen, erstreckt sich mittlerweile über 3500 Kilometer, von der Elbe im Norden über die Oberlausitz im östlichen Sachsen bis hin zum Bodensee im Süden, führt mit acht Regionalstrecken durch die Bundesländer Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Bayern und Baden-Württemberg. Unter dem Motto „Fachwerk verbindet“ haben sich inzwischen über 100 Fachwerkstädte zusammengeschlossen, um sich gemeinsam zu präsentieren.

Die Etappe „Franken – Genuss mit Wein und Bier“ der Deutschen Fachwerkstraße verfügt über 16 Stationen: Ochsenfurt, Marktbreit, Bad Windsheim, Cadolzburg, Herogenaurauch, Baunach, Ebern, Untermerzbach, Marktzeuln, Seßlach, Heldburg, Stadtlauringen, Hofheim/Ufr, Königsberg/Bay, Haßfurt und

Zeil am Main.

www.deutsche-fachwerkstrasse.de

Beitrag aus der neuen Presse