Kopf an Kopf im Itzgrund

Dirk Ruppenstein (SPD) erringt bei den Bürgermeisterwahlen mit 39,58 Prozent das stärkste Ergebnis der vier Kandidaten. Knapp dahinter landet Nina Liebermann (CSU) mit 38,30 Prozent. Am 29. März kommt es zur Stichwahl.

Volles Treppenhaus im Rathaus Kaltenbrunn: Gemeinderats- und Bürgermeisterkandidaten, deren Angehörige sowie einige Interessierte – sitzen auf den Treppen oder lehnen am Geländer. Eine Hand voll Menschen steht vor der Tür – Zigarettenrauch steigt in die Luft. Verwaltungsmitarbeiter huschen durch die Türen, Wahlhelfer bringen nach und nach die Ergebnisse vorbei.

Verzögerung. „Das nächste Mal mach‘ ich hier eine Imbissbude auf“, witzelt einer der Anwesenden und schaut auf die Uhr – es scheint Probleme mit den Instrumenten zur digitalen Auszählung zu geben.

Knappes Ergebnis

Kurz vor 18 Uhr sind dann alle Stimmen aus den Wahllokalen in den Ortsteilen Kaltenbrunn, Gleußen, Herreth, Lahm, Schottenstein und Welsberg sowie diejenigen der Briefwahl ausgezählt. Als Noch-Bürgermeister Werner Thomas die Ergebnisse bekannt gibt, sind alle vier Bürgermeister-Kandidaten im Raum.

Das Resultat ist denkbar knapp: Dirk Ruppenstein (FWI/SPD) liegt mit 39,58 Prozent der Stimmen vor Nina Liebermann (CSU) – sie konnte 38,30 Prozent auf sich vereinigen. Abgeschlagen auf Platz drei und vier landen Matthias Schorn (13,99 Prozent) von der Kommunalen unabhängigen Liste (KUL-Itzgrund) und Roland Pontes (parteilos) mit 8,13 Prozent.

„Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen – wie erwartet,“ urteilt Wahlleiter Thomas. Die Kandidaten reagieren äußerlich gelassen. Nach kurzen Glückwünschen und jeweils einem Händedruck verlassen Pontes und Schorn den Raum.

Runde zwei im Wahlkampf

Die Stichwahl wird am 29. März stattfinden. Bis dahin haben Ruppenstein und Liebermann noch einmal Zeit, für sich zu werben: „Ich will die nächsten 14 Tage noch einmal richtig Gas geben, um die Stichwahl mithilfe der Freien Wähler und der SPD zu gewinnen“, kündigt Ruppenstein an.

Auf Tageblatt-Nachfrage, wie der Wahlkampf in Zeiten von Corona stattfinden werde, entgegnet er: „Da finden wir schon was“ und zwinkert vielsagend. Über die hohe Wahlbeteiligung (75,62 Prozent) in der Gemeinde freue er sich zudem sehr. Die Stichwahl sei für ihn absehbar gewesen: „Es war ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen mit einem knappen, glücklichen Ausgang für mich“, fasst er zusammen.

Liebermann bezeichnet den Wahlausgang als „spannend“, weil sie und Ruppenstein „erstaunlich nah beieinander“ liegen. Eine Stichwahl habe auch sie erwartet. „Ich dachte aber, dass alle drei Kandidaten mit Liste eng beieinander liegen würden“, fügt sie hinzu.

Anschließend nimmt sie Bezug auf ihren geplanten Wahlkampf in Zeiten des Coronavirus: „Mal sehen, was wir da machen können. So viele Möglichkeiten gibt es ja nicht. Eventuell etwas in den Sozialem Medien oder ein Brief an die Wähler.“

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