Rothenberger Tor in Seßlach ist wieder offen

Aufatmen in Seßlach: Am Dienstag konnten Fachleute der Firma Steinrestaurierung Bauer-Bornemann (Bamberg) die losen Steine oben am Rothenberger Torbogen wieder in an ihre ursprüngliche Stelle zurück rücken. Wie berichtet, hatte ein Teleskoplader beim Durchfahren des Tores den Steinbogen beschädigt und die Steine herausgedrückt. Nachdem die Fugen noch verpresst wurden, soll diese Zufahrt zur Altstadt schon am heutigen Mittwoch wieder für den Verkehr freigegeben werden.

„Altstadtfest und Altstadtlauf können somit in geplanter Form stattfinden“, verkündete ein sichtlich erleichterter Geschäftsleiter Bernd Vogt. Beim Fest am kommenden Wochenende gehört das südliche Stadttor zum Sicherheitskonzept, außerdem führt die neu konzipierte Laufstrecke beim 31. Stadtlauf am Freitagabend durch das Tor hindurch.

Die Gefährdung war gegeben

Aus Sicherheitsbedenken hatten sich die Verantwortlichen nach dem Unfall zum Schließen des Tores entschlossen. „Infolge der Beschädigung bestand die Gefahr, dass Teile oder Brocken auf die Straße fallen und das mussten wir mit aller Macht verhindern“, erläuterte Vogt. Schon bei der Mittagspause der BR-Radltour am 28. Juli hatten die Radfahrer die Altstadt nicht wie geplant durch das Tor betreten können.

Dass es mit dieser „kleinen“ Lösung klappen könnte, hatte Steinmetzmeister Alexander Bayer bei der Begutachtung des Schadens in der Vorwoche vermutet. „Wir werden versuchen die Steine wieder reinzudrücken“, erläuterte der Steinmetzmeister danach, „ob das so hinhaut, wird sich herausstellen.“

Wäre es nicht gelungen, die verschobenen Steine zurückzubewegen, hätte eine aufwendige Reparatur mit Zimmermannsarbeiten bevorgestanden: Dann hätte es zunächst einen Entlastungsbogen aus Holz gebraucht, unmittelbar vor dem Steinbogen gebaut, um erst die Steine zu unterfüllen, bevor der obere Stein herausgenommen werden kann. Bayer erläuterte: „Sonst würde der Bogen in sich zusammenfallen, wenn der beschädigte Schlussstein herausgekommen wird.“

Trotz der angegebenen geringen Geschwindigkeit von 20 km/h, mit dem das Fahrzeug gegen den Bogen fuhr, sei ein vergleichsweiser großer Schaden entstanden, so der Experte. Trotzdem zeigte sich Bayer „guter Dinge, dass es ohne großen Aufwand funktionieren kann“.

Hätte sich der Optimismus des Fachmanns nicht bewahrheitet, wäre das Tor zum Altstadtfest geschlossen geblieben. Entsprechend groß war nun das Aufatmen in Verwaltung und Tourismusverein.

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