Jugendcamp „Grenzenlos“

Die Grenzöffnung vor 30 Jahren und das, was danach alles kam, ist bei Hendrik Dressel in bleibender Erinnerung geblieben. „Es waren die Sternstunden meiner kommunalpolitischen Tätigkeit“, sagt Dressel, der damals Bürgermeister der Stadt Seßlach (Kreis Coburg) war. Damit diese Zeiten, aber auch das, was vorher war, nicht in Vergessenheit geraten, hat Hendrik Dressel für Ende August ein internationales Jugendcamp auf die Beine gestellt. Wer da mitmachen will, kann sich noch anmelden.

Noch Anmeldungen möglich

Dass ausgerechnet Hendrik Dressel auf die Idee einer internationalen Jugendveranstaltung gekommen ist, kommt nicht von ungefähr: Seit vielen Jahren engagiert sich der ehemalige Bürgermeister bei den „Gmündern in Europa“ – einem Verein, der das Europa der Regionen lebt. Bei einem der letzten Gmünder-Treffen wurde dann die Idee geboren, der heutigen Jugend mal zu zeigen, dass Frieden ohne Grenzen in Europa vor nicht allzu langer Zeit alles andere als selbstverständlich war. Dressel, der sich 2014 nicht mehr zur Wahl stellte, kann immer noch auf ein gutes Netzwerk aus seiner Zeit als Bürgermeister zurückgreifen. Die ehemaligen Jugendpfleger Gudrun Rother und Jürgen Forscht waren sofort mit von der Partie, hinzu kamen zahlreiche Unterstützer und Sponsoren. Jetzt steht ein einwöchiges Programm (Sonntag, 25. August, bis Sonntag, 1. September). Anreise ist bis spätestens 29. August, möglich.

Wo einmal die Grenze war

Zentraler Ort ist das Freizeitgelände in Autenhausen (Stadt Seßlach). Natürlich stehen Besuche an der Gedenkstätte Billmuthhausen und dem Streufdorfer Zweiländermuseum auf dem Programm. Manchmal erwischt sich Hendrik Dressel bei dem Gedanken, dass es ein bisschen schade ist, dass neben diesen Einrichtungen nicht mehr viel von der Grenze und den Anlagen übrig geblieben ist. Aber wer wolle es den Menschen in Thüringen verübeln, sagt er. Nur gut, dass es wenigstens noch Zeitzeugen gibt, die hüben und drüben an der Grenze Streife liefen – sie kommen freilich auch ins Jugendcamp. Unterstützt wird es unter anderem durch das Bundesprogramm „Demokratie leben“.

Auch für junge Erwachsene

Angesprochen sind Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen zehn und 25 Jahren – egal, ob einzeln oder in Gruppen.

Auf dem Programm stehen unter anderem Wanderungen, Geocaching, Badespaß im Bad Rodacher Waldbad, ein Besuch im ehemaligen Sperrgebiet, Beachvolleyball und ein Ausflug zum einem Bogensport-Parcours. Nähere Informationen und Anmeldung unter den Telefonnummern 0151/12722496 und 09569/922521 sowie auf der Homepage im Internet unter www.jugendcamp-grenzenlos.de.

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