Kirchweih mit Kunst und Hahnenschlag

Im „Kleinod des Coburger Landes“ wird am Wochenende Kirchweih gefeiert: von Freitag, 5., bis Montag, 8. Juli, in der historischen Altstadt. Familien kommen zum üppigen Kirchweihessen zusammen. Zu den Bräuchen, die sich in Seßlach erhalten haben, gehört der „Hahnenschlag“: Vor dem Rathaus versammeln sich am Kirchweihmontag Zuschauer, um zu beobachten, wie die Teilnehmer versuchen, mit einem langen Stock, dem „Dreschflegel“, und verbundenen Augen einen Tontopf, den „Hahn“, zu treffen. Wer mitmachen will, muss zuvor ein Los kaufen und hoffen, dass seine Nummer gezogen wird. Drei Versuche hat jeder Mitspieler, um den Tontopf zu zerschlagen.

Früher vom Urgestein Alfred Gagel im Frack und mit Zylinder durchgeführt, wird das Spektakel heute von den Brauhausfreunden Seßlach veranstaltet und vom Seßlacher „Abt“ Stefan Pachsteffl moderiert. Auch die Preise haben sich gewandelt: Gab es beim Kleintierzüchter Gagel noch lebende Hähne zu gewinnen, kann der treffsichere Gewinner Seßlach-Gutscheine oder Gutscheine für ein Fässchen Bier aus dem Seßlacher Kommunbrauhaus nach Hause tragen. Beginn des Hahnenschlags ist am Montag, 8. Juli, um 17.15 Uhr. Gegen 17 Uhr wird Mönch Stefan mit seinem Handwagen vom Brauhaus über den Maximiliansplatz ziehen, unterdessen verkaufen seine „Brüder“ die Lose. Für die Kerwa-Ständerla ziehen Mitglieder der Stadtkapelle Seßlach um die Häuser. Für ein Highlight sorgt am Kirchweihsamstag die „Promiband“ aus Bad Königshofen. Wer sich dahinter verbirgt, davon können sich die Besucher von 15 bis 17 Uhr auf dem Maximiliansplatz ein Bild machen. Der Eintritt ist frei, alle Spenden kommen der Kita „Struwwelpeter“ zugute. Schon am Vorabend heißt es im Sportheim des DJK/FC Seßlach „Partyalarm“.

Im Rothenberger Torturm widmet sich die Kunstausstellung „Erdenstern“ der Seßlacherin Elisabeth Funk der „Green Art“. „Sie ist unserer Mutter Erde und meinem Großvater Gotthilf Bihler gewidmet“, erläutert Funk. Dieser war Holzbildhauer und Maler. „Er brachte mir bei, in allem Kunst zu entdecken, vor allem in der Natur, ja im ganzen Universum“, sagt die Künstlerin. „Erdenstern“ wird am Freitag um 17 Uhr eröffnet. Sie ist am Wochenende von 11 bis 18 Uhr und am Montag von 11 bis 17 Uhr zu besichtigen. Wer sie nach der Kirchweih anschauen möchte, hat dazu noch bis Donnerstag, 8. August, Gelegenheit. Auf dem Maximiliansplatz ist mit Schießbude und Karussell für Unterhaltung gesorgt.

  • Artikel von Bettina Knauth

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