Pressemitteilung: Storchen-Experte des LBV stellt Infotafeln auf

• Neue Hinweisschilder an Nisthilfen für Störche mit aktuellen Infos zur Belegung
• An sechs Standorten im Coburger Land: Bad Rodach, Coburg-Neuses, Kaltenbrunn, Meschenbach, Rossach, Seßlach
• Die HABA-Firmenfamilie aus Bad Rodach übernimmt Layout- und Produktionskosten

Coburg. Bis in die 1980er-Jahre gab es im Coburger Land keine Weißstörche mehr. Um 1985 kreiste dann ein Storchenpaar über dem stillgelegten Schlot des ehemaligen Sägewerks Ritz in Bad Rodach. Klaus Habermaass, geschäftsführender Gesellschafter der HABA-Firmenfamilie, beobachtete das Paar. Noch am gleichen Tag ließ er in der firmeneigenen Schlosserei eine Nisthilfe schweißen und mithilfe der Freiwilligen Feuerwehr auf dem Schlot befestigen. Er erinnert sich: „Auch wenn die Nisthilfe nicht sofort angenommen wurde, erfüllte sie Jahre später ihren Zweck. In den frühen 1990er-Jahren nahm das erste Storchenpaar den Horst an und brütete im Coburger Land.“

Heute sind im ganzen Landkreis Storchenpaare zuhause. In Meschenbach zum Beispiel: Hier hat es rund zehn Jahre gedauert, bis die Störche die Nisthilfe angenommen haben. Seit vier Jahren brütet das immer gleiche Paar auf dem Brauereischlot. Das alles erfährt man jetzt auf einem postergroßen Hinweisschild, das neu am Gasthaus Bräustüble installiert wurde. Die Idee zur Infotafel hatte Hans Schönecker, Storchen-Beauftragter des LBV Coburg: „Ich finde es wichtig, dass die Menschen mehr über den Weißstorch erfahren.“ Inspiriert wurde Hans Schönecker auf einer Reise ins brandenburgische Rühstädt, einem europäischen Storchendorf an der Elbe. Hier brüten regelmäßig bis zu 30 Storchenpaare. An jedem Haus, auf dem ein Storchenpaar einen Horst bezogen hat, ist eine Tafel mit Daten über die Aktivitäten der Störche angebracht. „Ich fand das auch für den Landkreis Coburg eine gute Idee.“

Gesagt, getan. Sechs Standorte im Coburger Land, die regelmäßig von Störchen besetzt sind, hat er jetzt mit Infotafeln ausgestattet: Bad Rodach, Coburg-Neuses, Kaltenbrunn, Meschenbach, Rossach und Seßlach. Dabei sind die Hinweisschilder gut erkennbar und genau durchdacht: „Sie sind so aufgestellt, dass der Interessierte von ihnen aus auf den Storchenhorst blicken kann“, erklärt der Storchen-Beauftragte. In Seßlach wurde die Storchentafel am Kommunbrauhaus angebracht, in Kaltenbrunn an der Scheune neben der Brauerei Schleicher und in Meschenbach am Gasthaus Bräustüble. In Rossach wird das Infoschild am Fußweg nach Großheirath installiert, in Neuses auf dem Parkplatz des Hessenhofs und in Bad Rodach am Beginn der Thermalbadstraße. Neben einem Überblick über die Entwicklung des Weißstorchbestandes in Bayern in den vergangenen 100 Jahren finden sich auf den Tafeln ein Steckbrief zum Weißstorch sowie Bilder und Daten zum Horst, die jährlich aktualisiert werden.

Unterstützung bekam Hans Schönecker von der HABA-Firmenfamilie in Bad Rodach. Diese hat dem Projekt mit Lothar Mulack einen Mitarbeiter zur Seite gestellt und die Layout- und Produktionskosten übernommen.

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