Auf dem Weg zum Naturbad

Die Finanzierung ist gesichert, erste Vorbereitungen sind gemacht: Nun geht es Anfang Mai ans Eingemachte.

 

Autenhausen  Die groben Vorbereitungen sind vollbracht: Jetzt kann der Umbau des Schwimmbades zum Naturbad beginnen. Laut dem Vorsitzenden des Fördervereins der Freizeitanlage Autenhausen, Andreas Gsänger, hat der Seßlacher Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung die Arbeiten an die ausführende Firma vergeben. Anfang Mai dieses Jahres soll der Umbau demnach losgehen und bis Juli dieses Jahres andauern.

Gsänger informierte bei der Mitgliederversammlung im Autenhausener Sportheim über den aktuellen Stand der Entwicklung. Wie mehrfach berichtet, war das im Jahr 1972 eröffnete Schwimmbad in die Jahre gekommen. Wegen hoher Sanierungskosten drohte die Schließung, die die Autenhausener Bürger verhindert hatten, indem sie den Förderverein gründeten und nach Finanzierungsmöglichkeiten suchten. So entstand der Gedanke, das marode Schwimmbad zu einem Naturbad umzubauen. Bis es allerdings soweit war, mussten in den vergangenen drei Jahren immer wieder Hürden genommen werden, zum Beispiel hatte sich im vergangenen Jahr eine Finanzierungslücke aufgetan. Die Autenhausener ließen sich nicht entmutigen, blieben am Ball und packten in Eigeninitiative an.

Vor einigen Tagen haben sich viele Helfer im Schwimmbad versammelt, um die Sanierung vorzubereiten. „Es haben auch Leute mitgeholfen, die nicht im Förderverein sind und durch ihren Einsatz zeigen, dass sie hinter dem Projekt stehen“, so Gsänger. Auch der neue Bürgermeister Maximilian Neeb habe tatkräftig mit angepackt. Alle drei Bürgermeisterkandidaten, so Gsänger, hätten sich vor der Bürgermeisterwahl zum „Autilus“ bekannt. Kurz nach der Wahl des neuen Bürgermeisters sei der Förderbescheid vom „Amt für ländliche Entwicklung“ eingetroffen. In die reinen Umbaukosten von 505 000 Euro fließen demnach ALE-Fördermittel in Höhe von 325 000 Euro. „Auf die Stadt Seßlach entfallen noch 176 000 Euro plus Mehrwertsteuer,“ informierte Gsänger. Nachdem die Finanzierung in trockenen Tüchern sei, habe der Förderverein mit den Vorbereitungen begonnen und die alten Materialen entfernt. „Als die Folie aus dem Becken draußen war, hat man gesehen, wie dringend eine Renovierung ist“, so Gsänger. Das neue Naturbecken bleibe zwar ein Folienbecken, man könne auf den Boden schauen. „Das Wasser bleibt klar, aber nicht so klar wie in einem Chlorbecken,“ erklärte Gsänger. Die Klärung erfolgt demnach mittels biologischer Stoffe in einem extra Klärbecken. Für die kleinen Besucher gebe es einen Wasserlauf mit vielen Spielmöglichkeiten. Außerdem sei es dem Förderverein gelungen, eine Breitwellenrutsche von zweit Meter Breite in die Ausschreibung zu nehmen.

In einem weiteren Schritt wird die Freizeitanlage mit EU-Fördermitteln aus dem Leader-Fond modernisiert. „Die Zusage liegt vor, wir warten sehnsüchtig auf den Förderbescheid“, so Gsänger. Im Zuge dieser Leader-Maßnahme werden unter anderen die sanitären Anlagen erweitert, das Kiosk umgebaut und der Außenbereich neugestaltet. Der Umweltgedanke steht auch hier im Vordergrund. Der Kassenstand des Fördervereins beträgt aktuell 38(000 Euro dank der Mitgliedbeträge, Spenden und eines Förderfonds der Sparkasse-Coburg Lichtenfels.

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