Der letzte Schliff fehlt noch

Das Gerüst am Seßlacher Rathaus ist weg und schon hagelt es Kritik. Dabei sind die Arbeiten noch gar nicht fertig, wie 2. Bürgermeister Pfister betont.

Die Sanierung des Seßlacher Rathauses hat im Fokus der jüngsten Stadtratssitzung gestanden. Nach Abbau des Gerüstes am rechten Gebäude wurde von Bürgern und Stadtrat Carsten Höllein (SPD) heftige Kritik an der Fassadengestaltung laut (NP vom 6. November). Für viele hebt die weiße Front der Mauer- und Fachwerkelemente den Mittelaltercharakter nicht mehr richtig heraus.

Dies veranlasste 2. Bürgermeister Wolfgang Pfister, der bis zur Neuwahl eines neuen Stadtoberhauptes im Januar die Amtsgeschäfte des kürzlich in den Landtag gewählten Martin Mittag innehat, zu einer Stellungnahme: „Ich lasse keine Diskussion über die Ausgestaltung der Fassade zu und vertraue dem Wissen und Können der Fachleute, die sich für die Planung und Ausführung verantwortlich zeichnen“, so Pfister. Es gelte abzuwarten, bis der Umbau des gesamten Werks vollendet ist und das Ambiente zum Ausdruck kommt. „Berechtigte Kritik müssen wir von Seiten der Verwaltung aber wegen des schlechten beziehungsweise gar nicht vorhandenen Informationsflusses diesbezüglich in einer schwierigen kommunalpolitischen Phase auf unsere Kappe nehmen. Ich gelobe Besserung, denn Transparenz ist einer meiner Grundsätze.“

Ins gleiche Horn blies Geschäftsführer Bernd Vogt. „Ich bitte darum, die Emotionen nicht hochkochen zu lassen, bis das gesamte Projekt fertig gestellt ist und das farbliche Konzept zusammenspielt“, betonte er. Die Außenansicht des linken Gebäudes erhält in den nächsten beiden Wochen einen lachsfarbenen Anstrich. Nach Abschluss der Innenarbeiten wird im kommenden Frühjahr der Sandstein des Außensockels komplett überarbeitet.

Einen Bericht über den aktuellen Baufortschritt der energetisch-hochbaulichen Modernisierung und die Finanzierung durch das Kommunalinvestionsprogramm (KIP) gab die zuständige Architektin Anne-Kristin Geller vom Planungsbüro Geller und Bornschlögl in Bamberg ab. Von den veranschlagten reinen Baukosten in Höhe von rund 700 000 Euro sind Zuschüsse von 630 000 Euro (90 Prozent) zu erwarten. Kostenüberschreitungen von 50 000 bis 80 000 Euro zeichnen sich ab. Hinzu kommen die Nebenkosten mit dem Schwerpunkt Planung und der Sandsteinsockel, für den man ebenfalls mit einer Bezuschussung rechnet.

Die Planerin erläuterte, dass sich die Zimmerarbeiten an den Holzelementen unter Einhaltung des Denkmalschutzes als technisch schwer zu lösenden Knackpunkt erwiesen. „Die Konsolidierung des Fachwerks mit dem Austausch von verfaulten Teilen verlangte den Handwerkern alles ab“, erläuterte sie. Der Gerüstabbau am zweiten Gebäude soll in der 49. Kalenderwoche erfolgen. Mit der Innendämmung will man bis zur Weihnachtspause fertig sein. „Wenn alles gut läuft, können wir bis auf den Sockel Ende März 2019 fertig sein“, so Anne-Kristin Geller. „Unser Geschäftsleiter hat die Umzugsfirma für Anfang April bestellt“, blickte Wolfgang Pfister in die nahe Zukunft.

Auf einstimmigen Beschluss des Ratsgremiums wird die Verwaltung beauftragt, das Genehmigungsverfahren für die Änderung des Flächennutzungsplanes „Gewerbegebiet Rodachaue“ in der Muttergemeinde Seßlach einzuleiten. Dort soll in direktem Anschluss an den Edekamarkt ein Ärztezentrum mit mehren Ärztepraxen und Apotheke im Erdgeschoss sowie Wohnungen in zwei Obergeschossen entstehen.

Keine Einwände als angrenzende Kommune wurden gegen die Bauleitplanung der Gemeinde Itzgrund zur Aufstellung eines Bebauungsplanes für die Errichtung eines Solarparks in der Gemarkung Herreth erhoben.

Auf Anfrage von Wolfgang Brasch (SPD) teilte Bürgermeister Wolfgang Pfister mit, dass ein Vorgutachten zur Sanierung des Schlosses Heilgersdorf vom beauftragten Planungsbüro in der kommenden Woche erwartet wird. Vorangetrieben werden soll die Planung eines Radweges vom Bauhof bis zum Flurbereinigungsweg in Richtung Heilgersdorf. Auf mehrmaliger Anregung von Gudrun Jöchner (Freie Wähler) soll am Friedhof Gemünda eine schriftliche Friedhofsordnung angebracht werden.

Bezüglich des Umbaus des Freibades Autenhausen zum Naturbad stellte das Amt für ländliche Entwicklung eine hohe Bezuschussung in Aussicht. Eingereicht wurde der Leader-Zuschussantrag für die Neugestaltung und Erweiterung der angrenzenden Freizeitanlage beim Freibad Autenhausen, für die sich der örtliche Förderverein stark macht.

Vorangetrieben werden soll in Seßlach auch die E-Mobilität. Als Berater fungiert bei diesem Thema Oliver Kunz aus Heilgersdorf. Eine Box mit zwei Ladestationen für Elektroautos wird an der Fassade des Bauhofs entstehen.

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Ein Kommentar

  1. Meine Meinung das Rathaus sieht sowas von Häslich aus hat doch mit dem Mittelalter nichts mehr zu tun. Frage mich eigentlich was der Denkmalschutz dies genehmigen kann, aber da bracht man doch gar fragen die haben schon soviel Mist in Seßlach gemacht das es auf keine Kuhhaut passt. Und die Verwaltung die macht nur was sie will die Bürger Meinung kein Interesse man könnte meinen hier herrschen schon Trump Zustände.

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