Seßlach ist aus dem Schneider

Die frohe Botschaft überbrachte der Kämmerer: Die Stadt muss wohl nun, anders als befürchtet, doch keine Schulden machen.

eßlach  Mit einem blauen Auge ist die Stadt Seßlach bei der Verabschiedung einer Nachtragssatzung des kommunalen Haushaltes für das laufende Jahr davongekommen. Im Juli noch hatte Kämmerer Fabian Leppert bezüglich der Finanzierung von Investitionen ein düsteres Bild bis hin zu einer möglichen Neuverschuldung gezeichnet. Ob dann das Landratsamt dem Ganzen zugestimmt hätte, wäre fraglich gewesen. Am Dienstagabend präsentierte er sowohl für den Verwaltungshaushalt mit einem Volumen von 7 880 850 Euro als auch für den Vermögenshaushalt in Höhe von 4 409 050 Euro eine 100-prozentige Kostendeckung, was einstimmig genehmigt wurde. „Die Mindereinnahmen und Mehrausgaben können angeglichen werden. Weiterhin verschaffen uns die um 83 000 Euro niedere Kreisumlage sowie die um 96 000 Euro erhöhten Personalkostenzuschüsse für die Kinderbetreuungseinrichtungen finanziellen Spielraum“, verdeutlichte der Kämmerer.

Eine spürbare Erleichterung von 39 000 Euro ergibt sich durch die neue Umsatzbesteuerung des Freibades Autenhausen mit Freizeitanlage. „Diese Anerkennung wurde seitens der Kämmerei im April als sogenannter Betrieb gewerblicher Art beim Finanzamt Coburg beantragt und am 10. August genehmigt“, so Leppert. Deshalb unterliegt das Bad samt Umfeld der ermäßigten Umsatzbesteuerung. Dies erweist sich als finanzieller Vorteil, der sich beim geplanten Badumbau kostenmindernd bemerkbar machen wird. Aufgrund einer Vielzahl von für 2019 geplanten Maßnahmen wäre ein erwirtschafteter Überschuss wünschenswert.

Die Aufstellung von Bebauungsplänen für den „Solarpark Heilgersdorf“ und das „Gewerbegebiet Ro-dachaue“ haben im Gremium nach Abwägung aller Anregungen von Behörden und Trägern öffentlicher Belange wohl letzte Hürden genommen. Vom Stadtrat festgestellt wurden zudem die Jahresabschlüsse 2016 und 2017 der für das Altenheim zuständigen Flender’schen Spitalstiftung. „Für beide Zeiträume konnte ein Überschuss erwirtschaftet werden“, bekannte Kämmerer Florian Leppert. Für 2017 betrug dieser 78 490 Euro.

Noch keine Patentlösung für die Sanierung der Bushaltestelle in Dietersdorf hatte das Stadtoberhaupt auf Anfrage von Carsten Höllein (SPD) parat. Die Bezuschussungsmodalitäten ließen noch auf sich warten. Gleiches gilt für die Errichtung einer E-Ladestation im Stadtgebiet. In der Altstadt sei dies nicht zulässig. Auf der Suche nach einem geeigneten innenstadtnahen Standort ist man noch nicht fündig geworden. Moniert wurde von Höllein der schlechte Zustand der Randbereiche der Straßen „An der Lache“ und „Roter Hügel“ in Gemünda.

 

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